© Copyright Microinnova

Technologie

Mikroverfahrenstechnik

Die Mikroverfahrenstechnik ist noch eine junge Technologie, die in den letzten Jahren in der chemischen Verfahrenstechnik merklich an Bedeutung gewonnen hat. In mikroverfahrenstechnischen Anlagen werden Umsetzungen in dreidimensionalen Strukturen, deren innere Abmessungen im Mikrometerbereich liegen, durchgeführt. Daraus ergeben sich wesentliche Vorteile besonders für die Prozessführung komplexer und sicherheitskritischer Reaktionen.

Die Entwicklung ist derzeit hauptsächlich auf Durchführung von Reaktionen im Labormaßstab gerichtet, bei der Microinnova ist es aber auch ein wesentliches Ziel, die Umsetzungen in den Produktionsmaßstab zu überführen. Es konnten bereits erste Projekte im Tonnen-pro-Stunde Maßstab realisiert werden.
Mikroverfahrenstechnik wird in der chemischen und pharmazeutischen Industrie als eine der Schlüsseltechnologien der Zukunft gehandelt. Nicht nur, weil wesentliche Verbesserungen von Ausbeute, Selektivität und Qualität der Produkte erreicht werden können, die Mikroverfahrenstechnik bietet insbesondere auch Vorteile bei der Prozesssicherheit von explosiven Reaktionen und Umsetzungen mit toxischen Reagenzien.
Die Microinnova setzt mikroverfahrenstechnische Komponenten bzw. Mikrostrukturapparate (Mikroreaktoren) erfolgreich von Labor- bis hin zu Produktionsanlagen ein. Das Kernstück aller Mikroreaktoren sind Bauteile, zumeist Platten, die Mikrostrukturen (z.B.: Kanäle) von einer Größenordnung < 1 mm aufweisen.
Der Zulauf einer fluiden Phase wird mittels Mikrostrukturen kompartimentiert, woraus sich definiert geringe Volumenströme in jeder einzelnen Struktur ergeben. Dadurch erstehen hinsichtlich der Stoff-und Wärmeübertragung große Vorteile. Die Volumenströme im Mikroapparat sind somit nicht nur von der Art der Mikrostruktur abhängig, sondern auch wesentlich von der Anzahl der Einzelkompartimente, die jene Struktur enthält.
Bei der Entwicklung von Apparaten für höhere Volumenströme wird das sogenannte Scale-Out angewendet, worin man im Prinzip die Vervielfachung der Einzelkompartimente bzw. Strukturen versteht.